Tanz & Sinne

04. 04. 2011

Gestern abend wieder die Scham, nicht genug gelebt zu haben. Nur ein Kinofilm. Ein Film und ein besonderes Tanzensemble. Die Tänzer und Tänzerinnen der Pina Bausch, in einer Hommage von Wim Wenders.  Bewegung und Ausdruck. Das menschliche Erzählen in der Urform. Leid, Tränen, Liebe, Glück, Vertrauen, Hass – der Fall des Körpers in den Tod, der Triumph des Geistes. Steine und Stühle im kargen Raum, eine Umarmung, ein Abschied, ein Wiedersehen. Nicht umsonst hat Pina Bausch den Kyoto-Preis bekommen. Das hier ist Zen, ist Verlangsamung und die Erkenntnis, das alles zusammen gehört und jede Trennung schmerzt, aber unabwendbar ist. Tanz, fordert Pina Bausch jeden Einzelnen von uns auf: Tanz oder wir sind verloren. Auch die Sinne können tanzen und dann gelassen zu Boden sinken.